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EIN PROGRAMM ZU NACHHALTIGKEIT & ZUKUNFT DER MODE 2022 IN TRIER

Die Fachrichtung Modedesign an der Hochschule Trier gilt nicht nur als eine der anerkanntesten in Deutschland, sie ist auch die älteste noch existierende Einrichtung für Modedesign, die als Designklasse 1922 an der staatlichen Handwerker- und Kunstgewerbeschule gegründet wurde.

Sie ist heute nach mehreren Umbauten in dem Gebäude des ehemaligen Dominikanerinnenklosters St. Katharina am Irminenfreihof untergebracht, welches im 18. Jahrhundert unter dem Baumeister Johannes Seiz entstand. Nach unterschiedlichen Nutzungen – im Zweiten Weltkrieg als Militärlazarett und danach als Staatsbauschule – wurde der historische Gebäudekomplex letztmals zur Jahrtausendwende renoviert.

Von der Gründung der Modedesignklasse im Jahr 1922 bis Mitte der 1950er Jahre fanden die Absolventinnen1 ihr berufliches Betätigungsfeld vorwiegend in der Selbstständigkeit mit dem Entwurf und der Anfertigung von individuellen künstlerischen Kleidungsstücken für Privatkunden.

Ab etwa 1950 bis 1955 entstanden in Deutschland Unternehmen, in denen für den Entwurfs- und Schnittbereich künstlerisch und praktisch ausgebildete junge Menschen – so genannte Direktricen oder später Designer graduiert – benötigt wurden. In zunehmendem Maße fanden hier Trierer Studierende ein neues Beschäftigungsfeld im Bereich Textilien und Mode. Zum Teil arbeiteten sie auch als Modeillustratoren, im Modejournalismus sowie im Vertrieb und in den Marketingabteilungen verschiedener deutscher Textilunternehmen.

Seit etwa 1970 wurden zur Leitung von Modeabteilungen in der aufstrebenden Modebranche vielseitig ausgebildete Modedesignerinnen und -designer eingesetzt, die sämtliche Bereiche dieses Fachs abdecken und führen konnten. Die Trierer Lehrinhalte zeigten sich hierfür als Idealvoraussetzung und führende Unternehmen begannen bevorzugt Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung Modedesign aus Trier zu beschäftigen.

Hieraus entstanden bis heute bestehende Kontakte und stetig erreichen die Fachrichtung Mode der Hochschule Trier Anfragen für Empfehlungen von Absolventinnen und Absolventen.

Heute ist Modedesign eine von sechs Fachrichtungen des Fachbereichs Gestaltung an der Hochschule Trier: Die Fächer Architektur, Innenarchitektur, Kommunikationsdesign, Intermediales Design sowie Edelstein-Schmuck sind durch die Lehrpläne miteinander verflochten, so dass interdisziplinäres Arbeiten gefördert wird.

Regelmäßig werden Studierende mit Preisen ausgezeichnet. Ob Christian Beck als Chefdesigner von Aigner, Reinhard Brodel als Chefdesigner von Clockhouse C&A oder Chemena Kamali als Chefdesignerin von Saint Laurent... Viele Erfolgsgeschichten haben mit einem Modestudium in Trier begonnen. Designer, Stylisten, Redakteure, Kostümbildner oder Inhaber von eigenen Unternehmen. Die Wege nach dem Studium in Trier sind vielfältig.

Die Modeindustrie ist eine der größten, beständigsten und traditionsreichsten Branchen der Welt. Derzeit befindet sie sich im großen Wandel. Spannende Fragen der Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Globalisierung uvm. bieten einflussreiche Chancen die Zukunft zu gestalten. Eine fundierte Ausbildung bietet erhöhte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, da die Modebranche seit Jahrzehnten Absolventen der  Fachrichtung Mode der Hochschule Trier schätzt. Dabei bietet das Studium die Möglichkeit sich auszuprobieren und zu entfalten, mit Bachelor, Master oder Promotion abzuschließen und eine der zahlreichen beruflichen Möglichkeiten zu ergreifen. Ein enges, familiäres Netzwerk an ehemaligen Absolventen wirkt dabei unterstützend.

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